Unser Antrag zur Ratssitzung am 04. April 2019

 

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

in NRW sind knapp 500.000 Kinder unter 15 Jahren von Armut betroffen. 70.000 Kinder mehr als im Jahr 2012 leben demnach in Bedarfsgemeinschaften, also in Haushalten, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 (Hartz IV) beziehen. Das ist fast jedes fünfte Kind und damit deutlich mehr als im Bundesvergleich.

Die Daten der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich, dass Kinder überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind.

 

Der Trend in Hagen ist ebenfalls besorgniserregend, wie nachfolgende Grafik zeigt:

Oftmals sind die Eltern, auch in Hagen, in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder sogar erwerbslos. Arme Kinder haben auch immer arme Eltern!

In Deutschland werden Kinder als „arm“ definiert, die in einem Haushalt leben, der staatliche Grundsicherungsleistungen empfängt. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung ist die Armutsrisikoquote bei Alleinerziehenden und Familien mit mehr als zwei Kindern dabei besonders hoch. Arme Kinder sind in ihrer Schullaufbahn benachteiligt. Ihnen fehlt eine adäquate Schulausstattung, die viel zu häufig nur aus gebrauchten Materialien besteht. Wenn sie ein Frühstück dabei haben, ist dies selten eine ausgewogene und gesunde Mahlzeit. (Auch) Die Kosten für das Mittagessen können sich viele dieser Familien nicht leisten. Darüber hinaus können die Kinder an sozialen, kulturellen und sportlichen Angeboten nicht teilnehmen, wodurch sie Nachteile haben und teils ausgegrenzt werden. Die Benachteiligung zieht sich wie ein roter Faden auch durch andere Lebensbereiche, so dass die soziale Herkunft der Kinder ihre persönliche Entwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe erschwert. Von einer Chancengleichheit im Sinne gerechter Startbedingungen für das Leben kann hier keine Rede sein. Der DSKB weist daher zurecht seit Jahren darauf hin, dass das Einkommen zwar eine Schlüsselrolle bei der Bewertung von „Armut“ spielt, darüber hinaus aber die daraus folgenden mangelnden Möglichkeiten in den Lebensbereichen „Bildung“, „Arbeit“, „Wohnen“, „Gesundheit“, „Freizeit“ und „soziale Netzwerke“ das wahre Ausmaß der Kinderarmut ausmachen.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Wie hat sich die Kinderarmut in Hagen in den letzten zehn Jahren entwickelt? (Bitte nach Jahr aufgeschlüsselt)

 

  1. Welche konkreten Gegenmaßnahmen gibt es?
  2. In welchem Umfang wurden Fördermittel zur Bekämpfung der Kinderarmut abgerufen? (nach Art der Fördermaßnahme, in Prozent der verfügbaren Fördermittelsummen, getrennt nach Leistungsempfänger und nach Schulform)

 

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Weitere Informationen unter : info@afdhagen.de oder 02331/4783303

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